Playoff-Traum ist geplatzt

Geschrieben von rob am Februar 4, 2014

Der Zweitligist HC Luzern (Gruppe 1) gewinnt das Derby bei Küssnacht mit 3:2 nach Verlängerung. Trotz des Sieges verpasst der HCL die Qualifikation für die Aufstiegsrunde.  

 

Das verfrühte Saisonende ist nun bittere Tatsache. Das Team von Trainer Marcel Habisreutinger hat bis zuletzt gehofft. Doch zwei Runden vor Schluss sind sämtliche Würfel gefallen. Luzerns Konkurrenten Illnau-Effretikon (3:1-Sieg über Bellinzona) und Schaffhausen (8:2-Sieg über Valle Verzasca) erfüllten ihre Pflicht und können von den Rängen 3+4 nicht mehr verdrängt werden. Sie ziehen verdientermassen mit den bereits qualifizierten Teams Wetzikon (1.) und Dürnten (2.) in die Playoffs ein. „Wir sind enttäuscht, das ist klar. Der vierte Rang war das sportliche Ziel. Dass wir die Top 4 erneut verpassen wie bereits vor einem Jahr, ist sehr frustrierend“, zeigte sich Stürmer und Derby-Doppeltorschütze Reyan Kücük in der Rigihalle nach dem Derby enttäuscht und doppelt nach: „Wichtig ist deshalb, dass wir in Küssnacht gewinnen konnten. Das war wichtig für die Moral mit Hinblick auf die letzten beiden Partien, die noch zu absolvieren sind.“ Was dem HCL nun bleibt, sind die mehr oder weniger trostlosen Duelle gegen Chiasso (a) und Wetzikon (h). Was erwartet Habisreutinger noch von seinen Spielern bis Qualifikationsschluss? „Ich erwarte von meinem Team, dass es gewillt ist, die letzten beiden Partien noch siegreich zu gestalten. Wir wollen den fünften Rang verteidigen und uns mit Anstand verabschieden. Die Partien jetzt einfach auf die leichte Schulter zu nehmen und abzuspuhlen, kann ich nicht akzeptieren.“  

 

„Sehe auch Positives“

Auch wenn die Enttäuschung gross ist, dass die Playoffs ohne den HCL stattfinden, sieht Habisreutinger auch Lichtblicke: „Dass wir das sportliche Ziel verpassten, ist unbestritten. Das ist Fakt. Doch ich sehe auch Positives, denn die Tabelle ist nur das eine. Viele junge Akteure haben sich in den letzten Wochen und Monaten positiv weiterentwickelt und grosse Fortschritte erzielt. Sie sind ein Versprechen für die Zukunft. Auch das Team hat einen Schritt vorwärts gemacht.“

 

Dumme Niederlagen

Einige Gründe für das sportliche Scheitern liegen auf der Hand: unter anderem hat der HCL in 20 Partien neun Niederlagen kassiert und 75 Gegentreffer (3.75 Tore pro Partie) erhalten. Das ist sicher zuviel. Zudem verstand es der HCL in vier (!) Partien nicht, einen Zwei- oder Dreitore-Vorsprung zu verwalten. Der HCL verlor nach klaren Führungen gegen Zug (3:1 und 4:2); Chiasso (4:1); Illnau-Effretikon (3:0) und Bassersdorf (2:0) jeweils die Partie noch. Das sind nun diejenigen Zähler, die den HCL womöglich in die Playoffs gehievt hätten oder zumindest den Playoffkrimi bis am Schluss spannend gemacht hätte.          

 

Michael Wyss

regionalsport@luzernerzeitung.ch

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