Diese Hypothek machen wir noch wett

Geschrieben von rob am Januar 15, 2014

Der HC Luzern (2. Liga Gr 1) erfüllt gegen Urdorf mit dem 8:3-Sieg die Pflicht. Die Chancen auf die Playoffs sind intakt.


Die Qualifikation in der 2. Liga (Gruppe 1) geht in die Schlussphase und ist an Spannung kaum zu überbieten. Leader Wetzikon hat sich fünf Runden vor Schluss als erstes Team für die Playoffs (Top 4) qualifiziert. Und die Dürnten Vikings (Platz 2) stehen kurz vor der Qualifikation. Dahinter ist aber alles offen. Mit Schaffhausen, Illnau-Effretikon, dem HC Luzern und Chiasso kämpfen nicht weniger als vier Mannschaften um die beiden letzten begehrten Playoff-Plätze.

«Wir sind immer noch im Rennen, das ist positiv und nach den Niederlagen gegen Illnau-Effretikon und Schaffhausen nicht selbstverständlich», sagt HCL-Verteidiger und Routinier Markus Stock (Foto). Die Playoffs lagen nämlich nach diesen Nullern bereits in weiter Ferne. Doch dank dem überraschenden 3:1-Sieg des Underdogs Urdorf bei Luzerns Konkurrenten Illnau-Effretikon vom letzten Donnerstag haben die Luzerner wieder intakte Playoff-Chancen. «Die Hypothek von vier Punkten werden wir noch wettmachen. Wir brauchen jetzt einfach auch einmal Big Points gegen einen ganz Grossen, zum Beispiel in der samstäglichen Partie gegen Dürnten. Wir gehen mit einer starken Moral und viel Selbstvertrauen nach Bäretswil. Der 8:3-Erfolg über Urdorf hat uns neuen Schub verliehen, und wir haben zusätzlich die Gewissheit, dass wir es wieder schaffen können. Der vierte Platz ist wieder in Reichweite», so Stock.

Das Lob des Trainers
Erleichtert über den Gewinn der drei Punkte gegen Urdorf war auch HCL-Trainer Marcel Habisreutinger. «Der Sieg hat uns nach zuletzt drei Niederlagen in Serie gutgetan. Gefreut hat mich in diesem Spiel die Reaktion nach dem 0:2-Rückstand und dass wir über 60 Minuten eine Einheit waren. Auf das schwache Startdrittel folgten starke 40 Minuten. Der letzte Abschnitt war das Beste, was ich diese Saison von meiner Mannschaft gesehen habe. Hier gilt es anzuknüpfen.»

Luzern muss am Samstag gegen Dürnten (19.45, Eishalle Bäretswil) unbedingt Punkte holen, denn jeder Zähler ist jetzt von grosser Bedeutung und bringt den HCL einen Schritt näher an die Playoffs. Jede weitere Niederlage könnte nun im Playoff-Kampf das Aus bedeuten.

Luzerns momentan grösster Widersacher Illnau-Effretikon steht am Samstag ebenfalls vor einer schweren Aufgabe. Die Zürcher Oberländer empfangen Chiasso zum Playoff-Krimi. Ein Erfolg der Südschweizer wäre dem HCL natürlich willkommen. Stock: «Wir können nicht auf fremde Schützenhilfe hoffen, daher ist es wichtig, dass wir alles unternehmen, jede Partie zu gewinnen. Wir haben den Ernst der Lage erkannt, denn wir stehen nun vor fünf Endspielen. Wir sind heiss auf die Schlussphase und wollen in die Playoffs.» Das ist der HCL seinem Publikum nach der letztjährigen, nicht ganz geglückten Saison und dem sechsten Schlussrang schuldig.

Michael Wyss
regionalsport@luzernerzeitung.ch

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